Zum Gedenken an die gerechte Mutter Verena, die Patronin von Bad Zurzach, Einsiedlerin von Solothurn und grosse Wundertäterin der Schweiz, durften rund fünfzig Pilger am Samstag nach dem Verenatag nach dem julianischen Kalender gemeinsam die Göttliche Liturgie feiern.
Am Samstag, 19. September – der eigentliche Feiertag ist am 14. September – kamen Gläubige aus verschiedenen orthodoxen Kirchgemeinden der Schweiz am Grab der Heiligen in der Krypta des Verenamünsters in Bad Zurzach zusammen.
Zelebrant war Priester Daniel Schärer von der russisch-orthodoxen Auferstehungskirche Zürich, unterstützt von Altardienern aus der Auferstehungskirche. Der Gesang wurde vom deutschsprachigen Chor der Auferstehungskirche im Namen des ehrwürdigen Notker Balbulus unter der Leitung von Anna Diana Müller getragen.
In einem Wort erinnerte Vater Daniel daran, wie das Leben der Heiligen ein leuchtendes Beispiel für das theologische Konzept der Epektasis ist: Da Gott grenzenlos ist, ist auch unsere Annäherung an ihn ein Prozess ohne Ende. Wie es in den gottesdienstlichen Texten heisst, schritt Verena «von Liebe zu Liebe» – zu einer immer grösseren Liebe, die schliesslich den Tod transzendierte, auch jetzt noch weiter wächst und uns alle mitnimmt. Er rief die Anwesenden dazu auf, ihr darin zu folgen und ihr Leben kompromisslos an der Liebe auszurichten – an der Liebe zu Gott und zu den Nächsten. Zum Abschluss salbte er die Anwesenden mit Öl vom Grab der Heiligen.
Gerechte Mutter Verena, bete zu Gott für uns!
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